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Der Computer liest. Es bietet sich an, ihn "Liese" zu nennen. Die Aktion wurde erstmals gezeigt auf der Medienbörse Münster 1999. Recht wesentlich war die damals noch unbeholfene Sprechweise der Computer. Kein Mensch konnte täuschend imitiert werden. Deutlich emotionslos und ohne Lernvermögen in den Nuancen der Wiedergabe von Buchstabenfolgen hatte Liese eben dennoch und deswegen dem Besucher etwas mitzuteilen. Ihre Mitteilungen wurden für die Maschine maßgeschneidert von Chris Mennel.

Werkstatt 1: Madagaskar      Werkstatt 2: Advent      Liese-Poesie 1: Nachdenken      Liese-Poesie 2: Plaudern    Liese-Poesie 3: Leistung      Liese-Poesie 4: Flirt      Liese-Poesie 5: Abschied

Anja spricht mit Liese. Einfach ist das nicht, weil Liese zickt. Hier ist der Film.

Noch mehr Liese: Hier geht es hinaus zur Schöpfung von 2011: Dem Kunstcomputer

Als Gegenbeispiel zu den zwei Werkstattversuchen und fünf poetischen Produkten für "Liese" schließen sich vier "Lutze" an. Da soll der Computer selbst dichten und bleibt langweilig. Der Besucher spielt mit angebotenen Parametern des Gedicht-Menüs herum, spürt aber die Leere der ausgegebenen Texte. Sie reichen für flaches Surreales und Komisches, und fertig:

Dorf        Weg       Schloss       Erker

Das war Liese auf der Medienbörse Münster. Starb sie mit dem Löschen des Programms dort, mit dem Verschrotten des Computers? Hat Liese je gelebt oder war sie nie mehr als beispielsweise ein Ölgemälde?