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Bauch, Boden, Beine, Bier: Kurztexte am Boden

Am Anfang waren es ein paar Nebenbei-Fotos, im Sitzen oder Herumlaufen geschossen von Chris bei einer Vernissage. Die Fotos behielten diesen sitzenden Blick bei, schauten nie zur Decke und oft zum Boden. Sie entdeckten Kippen und abgestellte, oft vergessene Trinkgläser. Sie halluzinierten Kontakte und bestätigten gesellschaftliche Standarts.

Beim Durchmustern der Fotos, nahe am Wegwerfenwollen, kamen Gedichte dazu. Die mündeten 2002 in ein Foto-Text-Geschenk an den Galeristen André Falck der Vernissage. Der musste nämlich seinen erstaunlichen Ausstellungsraum - die gering genutzte Großstadtbahnhofshalle "Köln-Deutz" der Bundesbahn - bald nach der Vernissage schließen, weil ein Verkäufer von Gebrauchtschallplatten, der dann nach einem halben Jahr sowieso wieder weiterzog, vorübergehend ein wenig mehr Miete zahlte.

Die Galerie "Exit Art" blieb aber durch den dummen Rauswurf am Boden, und eben von dem spricht "Bauch, Boden, Beine, Bier".

Das "Boden"-Thema ist ausweitbar in merkwürdige Dialoge. Denn kurze Texte sind ja oft in der Botschaft ganz oder in Resten rätselhaft. Sie haben beim gesprochenen Vortrag ein Geschwindigkeits-Problem: Kaum begonnen, schon vorbei. OK, geben wir ein Bild zum Text. Die Dialog-Idee nun: Bodennahe Bilder bieten den nötigen Freiraum, damit ein Text nebendran Bestand hat. Boden kann jederzeit abstrakt aussehen, in Resten rätselhaft: Wo sind wir? Was erblicken wir da bitte? Kleine Wesen sind nahe am Boden. Na also.

Zu diesem Internet-Geschenk hüpfen wir jetzt