Nachbarn
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Neun Nachbarn von form.land

Arto

Das ist ein Malspiel mit vier Buchstaben. Es entstand aus der Schöpfung eines eigenen Namens für eine Geldwährung der Zukunft ("Dollar fusioniert mit Euro gegen sonstige Währungen"). Es ging um ein Logo für diesen "Arto".

Das weitete sich aus zu einem exemplarischen Grafikspiel mit vier Buchstaben.

Die Idee wanderte weiter zu einem Angebot an kaufbaren Arto-Medallien und zu einem Vorschlag von Tätowierungen.

Nichts, Nacht und Nebel

Hier kommen abstrakte Reliefs, filmische Konkretisationen, fotografische Rätsel, Installationen quer durch das Nirwana.

Hier wird möglicherweise als erstes das Sand- Schiefer- oder Steinrelief angefertigt, wie es für viele Kreationen von form.land denkbar ist.

Das ist abhängig vom verbindlichen Auftrag: Ein Relief muss vorfinanziert werden. Es ist eine teure Einzelanfertigung. Ich lagere keine Skulpturen.

Glanz

Dieser Sektor bietet Schmuck, Kleinskulpturen und auch Prachtwerke.

Unter dem Motto "Glanz" vereinige ich einen melancholischen Blick auf Geld und Ruhm, eine Hymne an nichtgoldene Pracht, eine Zuneigung zu Messing und Chrom statt zu Gold und Silber, einiges an Film, Musik und Installation - und eben das Angebot, aus den Grafiken von form.land Schmuck und Skulpturen zu formen.

Mutations und Human Mutations

Das ist eine Spezialität zwischen Handarbeit und Digitalkunst: Mit form.land gemeinsam ist den "Mutations" das Anfertigen einer Zeichnung von Hand, und im Prinzip auch noch das Aufarbeiten der Zeichnung mit der Software eines Computers.

Bei "Mutations" tritt die Zeichnung in den Dialog mit einem Foto: Das Foto diente als Anregung zur Zeichnung, und im Computer werden Foto und Zeichnung in ein Bild verschmolzen.

Gesang der Unterwelt

Wohin mit den Schatten? Und Schatten sind sie doch, die Verstorbenen. Auch Engel betrachte ich als tragische schattenhafte Figuren. Ich stelle mir vor, dass die Schatten so weit verblassen, wie von ihnen nicht mehr in persönlicher Erinnerung die Rede ist. Tiere sind untereinander also rasch tot. Haushunde mögen manchmal noch jahrzehntelang Schatten sein.

Und ich stelle mir vor, dass meine Computergemälde Schatten ab Anfang sind: Leblose Gebilde, an die aber eine Erinnerung als Datei existiert. Diese Datei kann beharrlicher sein als ein Menschenleben.

dress.art

Das ist die Kombination von Grafik mit Textilien über den "Schlabberlatz" hinaus.

Also ein viereckiges Motiv nur vorne auf einem T-Shirt (= "Schlabberlatz") ist nicht das, was ich verkaufen möchte. Meine Modeträger sollen rundum ihr Motiv zeigen.

Ich möchte bei Schwarzweiß-Kunstwerken beginnen, Textbeschriftungen auf Textilien kultivieren, Menschen zu Komplettskulpturen animieren und Schrilles wagen.

Künstlerisches Material darf alles sein, was ich gefertigt habe und was auf Fläche druckbar ist.

Ich liebe es aber robust: Waschfest, Lichtecht und lang haltbar wünsche ich mir meine dress.art.

Mondrianismen

Pragmatische Bauten sind von rechteckiger Architektur dominiert. Das hat gute Gründe, die aber selten gesagt werden: Man kann sowas gut putzen, und es ist weitgehend normierbar. Stattdessen ist da viel architektonisches Pathos zu hören; und ewig ruft das Bauhaus.

Ich plädiere für triviale Hardware, also für durchnormiertes praktisches Bauen - aber dann für extremes Malen auf diesen Bauten. Und da habe ich mir z.B. Piet Mondrians Stil geschnappt.

Meine "Mondrianismen" amüsieren auf Alltagsdingen und sind imstande, die Linien banaler Architektur reizvoll zu verschieben.

Avataric

Es waren einmal tausend Märchen, die lebten friedlich hunderte von Jahren. Dann kamen die übertreibenden US-Amerikaner und die neurotischen Japaner. Sie drehten Filme, sie druckten Comics. Und schließlich expandierten sie in die Computerspiele. Unsere Märchen waren nicht mehr wiederzuerkennen.

Ich taumelte 2007 in ein Internetmärchen hinein, das so beweglich war in seiner Geschichtsführung, bei dem man so sehr selbst zum Kulissenbauer und Märchenerzähler werden musste, dass die meisten Menschen vor ihm zurückschreckten.

Mir aber kam diese Märchenwelt gerade recht. Drei Jahr versank ich darin und kann nun in Bauten und Geschichten aus "Second Life" berichten.

Tanz Boa

Unter diesem Namen bin ich eine Comicfigur so sehr, dass ich vergesse, wo sich meine wirkliche Person aufhält. Ich sitze am Computer. Meine Hände bedienen, vom Kleinhirn gesteuert, die Tasten. Meine Augen schauen so, wie die Augen eines Klavierspielers auf die Tasten schauen: Das Gerät wird vom Bewusstsein nicht mehr wahrgenommen.

Tanz Boa lebte in Echtzeit ein virtuelles Epos. Ich habe die Bilder, denen er da draußen begegnete, stetig aufgezeichnet. Die Worte habe ich gespeichert, die Tanz Boa und seine Freunde tippten. Wir haben durchlebt, was nun als Comic zu sehen und zu lesen ist.